vinyl-time: The Warriors (1979) – Soundtrack (New Edition)

The Warriors – in den 80ern fand ich den Film cool. In den 2020ern liebe ich den Film nun. Ich musste den Soundtrack haben.

Auf einem Trödelmarkt und bei ebay habe ich die Originalschallplatte bekommen. Nun – 2022 oder so – kam eine Neuauflage bei Waxwork Records heraus. Es ist nicht einfach nur eine Neuauflage. Nein, es ist eine ganz besondere Auflage.

Waxwork Records is proud to present THE WARRIORS Music From the Original Motion Picture. This deluxe double LP features the re-mastered 1979 original soundtrack, in addition to, the complete film score by Barry DeVorzon. (…)

Waxwork worked directly from the original master tapes of both the original 1979 soundtrack and film score to bring audiences a brand new transfer of every musical cue heard in the movie.

Features artwork by comics artist Dave Rapoza, double LP 180 gram “Warriors” Crimson and Leather colored vinyl,a 12″x12″ printed insert, and deluxe packaging including old style tip-on gatefold jackets with matte satin coating.

THE WARRIORS Music From The Motion Picture Features:

  • The Complete 1979 Soundtrack
  • The Complete Score by Barry DeVorzon
  • Sourced The Original Master Tapes
  • 180 Gram „Warriors“ Colored Vinyl
  • Deluxe Packaging
  • Old Style Tip-On Gatefold Jackets with Matte Satin Coating
  • 12″x12″ Insert

 

Die Schallplatte „The Warriors“ von Waxwork Records

Zum Film „The Warriors“:

Als ich den Film in den 80ern das erste Mal sah, sind mir viele Dinge aufgrund ihrer Selbstverständlichkeit für mich nicht aufgefallen. Diese Dinge fallen mir jetzt als „alter weißer Mann“ auf. Sie fallen mir auf, weil dem „alten weißen Mann“ ständig unterstellt wird, was für ein übler Rassist und Nazi er doch sei.

Aus dem Blickwinkel eines unter ständiger Beschimpfung stehenden alten weißen Mannes stelle ich fest: Damals war es für uns selbstverständlich, dass Schwarze und Weiße miteinander in einer Gang waren und gemeinsam „durch dick und dünn“ gegangen sind. Es war selbstverständlich für uns, dass wir die unterschiedlichen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Hautfarben als das gesehen haben, was sie waren: Helden einer Geschichte mit denen man sich identifizieren kann und auch soll.

Mittlerweile bekomme ich an vielen Stellen – zumeist noch im Internet – zu lesen, dass der alte weiße Mann doch für alles Unheil dieser Welt verantwortlich sei und moralisch ohnehin nur Verwerfliches verkörpert.

Für mich bedeutet der Film The Warriors auch, dass wir damals schon Werte als selbstverständlich erachtet haben, die man uns heute als „neue moralische Errungenschaften“ vor die Nase hält. Beim Film spielten – verbotenes Wort, Achtung! – Rassen und Geschlechter keine Rolle. In der Gang waren schwarz und weiß – und nachher noch die fantastische Mercy (Deborah van Valkenburgh) vereint. Eine reine Mädchengang, die sich wie ihre männlichen Pendants verhalten hat, war Teil des Films etc. Der ganze Film hat meine Wertewelt transportiert.

Natürlich gibt es Dinge im Film, die es heute nicht mehr so gäbe. Man kann dem Film an mehreren Stellen zu Anfang unterstellen, er habe schwulenfeindliche Dialoge. Ich bin aber zu alt und zu weiß, dass ich in den Dialogen eine direkte Schwulenfeindlichkeit ausmachen würde. Ich komme aber noch aus Zeiten, in denen wir als linke und als rechts Schüler auf dem Schulhof zusammenstehen und über Politik diskutieren konnten. Nun gut, Schwamm drüber.

Ich liebe The Warriors.

Ich habe den Soundtrack zweimal als normale Version und nun einmal als Version von Waxwork Records. Auch wenn ich grundsätzlich durch und durch Metaller (seit über 38 Jahren) bin, liebe ich den Soundtrack. Vor allem die Stücke von Barry De Vorzon haben es mir angetan.

Die Warriors

Originaltitel: The Warriors

Cinema: Redaktionskritik

In New York tobt ein brutaler Bandenkrieg.

Bandenführer Cyrus, der alle Gangs von New York einigen will, wird beim Massentreffen in der Bronx erschossen. Der Mord wird den „Warriors“ aus Coney Island in die Schuhe geschoben. Auf dem Weg zurück in ihr Revier werden Anführer Swan (Michael Beck) und seine Leute von anderen Straßengangs und der Polizei gejagt… Kunstvoll stilisiert und fast comicartig inszenierte Actionspezialist Walter Hill („Nur 48 Stunden“) seinen atemberaubenden Trip durch nächtliche Straßen, Parks und U-Bahnen – ein Klassiker des Jugendbanden-Genres.

Moviebreak: Kritik

Mit Die Warriors gelang Regisseur Walter Hill (Nur 48 Stunden) ein Stück Pop-Kultur, das auch heute noch immer wieder als inoffizielle Inspirationsquelle für diverse andere Arbeiten herangezogen werden muss. Zu seiner Zeit umso mehr, können neben eindeutigen Trash-Duplikaten wie The Riffs – Die Gewalt sind wird selbst noch größere Hits wie Die Klapperschlange oder Mad Max II – Der Vollstrecker kaum verheimlichen, dass sie bei Inhalt oder Stilfindung sich dort wenigstens etwas Bestätigung für ihren Weg abholen konnten. In Deutschland natürlich schnell als jugendgefährdend eingestuft, jedoch schon seit einigen Jahren rehabilitiert, hat der Film wenig von seiner Intensität und Faszination eingebüßt, auch wenn es inzwischen so viele (zum Teil hochkarätige) Alternativen gibt. (…)

 

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